CORONA

Digitaler Alltag – der „Corona-Modus“ im Wohnheim Holzgartenstr. 31

Die Corona-Pandemie ist etwas noch nie Dagewesenes, das uns alle rational und emotional sehr herausfordert. Wie gehen die Bewohner in der Holzgartenstr.31, wie die Hauswirtschaft und die Wohnheimverwaltung damit um?

Einige Studierende sind heimgefahren, andere sind die meiste Zeit hier im Haus und nutzen die „notgedrungene Fokussierung“: Sie arbeiten konzentriert in Online-Seminaren, virtuellen Gruppenprojekten und ihren Semesterfächern. Mit der leistungsfähigen IT-Infrastruktur im Wohnheim (1 GB-Anbindung) ist die Hochschule quasi „im Haus“, der Vorlesungs- und Seminarbetrieb findet nahezu vollständig auf Onlineplattformen und in virtuellen Hörsälen statt.

Die Bewohnerinnen und Bewohner nehmen diesen „digitalen Alltag“ routiniert und finden das reibungslose Funktionieren nicht sonderlich bemerkenswert, da die Hochschule Pforzheim auch schon vorher führend war hinsichtlich ihrer Zukunftsausrichtung und ihrer digitalen und personellen Infrastruktur.

Im jetzigen Stresstest funktioniert der digitale Lehrbetrieb aber so reibungslos, dass die Hochschule Pforzheim landesweit Beachtung findet, durch andere Hochschulen, aber auch in der Presse. So etwa in einem Artikel in der Stuttgarter Zeitung vom 26.3.2020 oder in einem Beitrag im Handelsblatt vom 25.3.2020.

Hinsichtlich der neuen Verhaltensregeln und Kontaktbeschränkungen agieren die anwesenden Studierenden in den WGs (die jeweils als Haushalt gelten) sehr verantwortungsvoll und kooperativ. Die Hauswirtschaft / Reinigung führt durchgängig verstärkte Hygiene- und Desinfektionsmassnahmen durch und setzt die Covid-19 Empfehlungen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zum Infektionsschutz um. Für den Fall der Fälle ist in Rücksprache mit dem Gesundheitsamt ein Maßnahmenplan erstellt worden.


Die derzeitige Aussetzung des alten Studentenlebens trifft alle schmerzlich. Ich fürchte, dass der Berufseinstieg für einige Absolventinnen und Absolventen tatsächlich schwieriger wird. Und trotz alledem: Was ich in den letzten Tagen hier bei uns im Wohnheim sehe, macht mich zuversichtlich: in der digitalen Arbeitsumgebung seid Ihr fit und super-motiviert; und rückt erstaunlich solidarisch und besonnen zusammen. Und: Ihr diskutiert in den WGs leidenschaftlich – weit über Corona, Job, Studium hinaus –  mit mutigen Positionen zu Globalisierung,  Weltpolitik, Lebensentwürfen. Dieser „Spirit“ von Euch leuchtet in diesen schweren Zeiten, das Leuchtturm-Logo scheint jetzt mehr zu strahlen …
Bleibt alle gesund! Und bleibt alle bei Trost!

Gunther Zaiss (Verwaltung), Pforzheim, 29. März 2020

Auszug aus der Stuttgarter Zeitung vom 26. März 2020